Sichere Passwörter und 2-Faktor-Authentifizierung
Kurzantwort
Ein sicheres Passwort ist vor allem lang – Länge schützt besser als komplizierte Sonderzeichen. Für jeden Dienst sollte man ein eigenes Passwort nutzen, am besten per Passwortmanager. Zusätzlichen Schutz bietet die Zwei-Faktor-Authentifizierung: Sie verlangt neben dem Passwort einen zweiten Nachweis, etwa einen Code aus einer App. Ein gestohlenes Passwort nützt dann wenig.
Teil des Lernpfads IT-Sicherheit und Datenschutz · Schritt 6 von 14
Das Passwort ist die häufigste Eintrittstür zu unseren Konten – und die am schlechtesten gesicherte. „123456" und „passwort" stehen jedes Jahr aufs Neue an der Spitze der geknackten Passwörter. Dabei ist gute Passwortsicherheit keine Zauberei, sondern folgt zwei einfachen Regeln.
Was macht ein Passwort sicher?
Die überraschende Antwort: vor allem die Länge. Ein langes Passwort hat so viele mögliche Kombinationen, dass es sich nicht mehr durchprobieren lässt. Sonderzeichen und Zahlen helfen, sind aber weniger wirksam als schlichte Länge.
Zwei weitere Regeln sind mindestens so wichtig:
- Für jeden Dienst ein eigenes Passwort. Wird ein Anbieter gehackt, sind sonst alle deine Konten offen.
- Ein Passwortmanager erzeugt und speichert lange, einzigartige Passwörter für dich. Du musst dir dann nur noch ein einziges starkes Master-Passwort merken.
Warum reicht ein Passwort oft nicht?
Ein Passwort kann gestohlen werden – durch Phishing, ein Datenleck beim Anbieter oder Schadsoftware. Ist es einmal weg, steht dein Konto offen. Genau hier setzt der zweite Faktor an.
Was ist die Zwei-Faktor-Authentifizierung?
Die Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) verlangt beim Anmelden zwei unabhängige Nachweise. Man unterscheidet drei Arten von Faktoren:
| Faktor | Bedeutung | Beispiel |
|---|---|---|
| Wissen | etwas, das du weißt | Passwort, PIN |
| Besitz | etwas, das du hast | Handy mit App, Sicherheitsschlüssel |
| Sein | etwas, das du bist | Fingerabdruck, Gesicht |
Bei 2FA kombinierst du zwei davon – klassisch Passwort (Wissen) plus Code aus einer App (Besitz).
Selbstkontrolle
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Was macht ein Passwort am wirksamsten sicher?
Häufige Fragen
Warum ist Länge wichtiger als Sonderzeichen?
Weil jede zusätzliche Stelle die Zahl der möglichen Kombinationen vervielfacht. Ein sehr langes Passwort aus einfachen Wörtern hat mehr Kombinationen als ein kurzes mit Sonderzeichen und ist damit schwerer zu knacken. Zudem lassen sich lange Passphrasen leichter merken, ohne aufgeschrieben werden zu müssen.
Ist ein Passwortmanager nicht ein Risiko, weil alles an einer Stelle liegt?
Der Nutzen überwiegt klar. Ein Passwortmanager ermöglicht für jeden Dienst ein langes, einzigartiges Passwort, was das größte Risiko beseitigt: die Mehrfachverwendung. Die Datenbank ist stark verschlüsselt und nur mit deinem Master-Passwort zugänglich. Dieses eine Passwort solltest du besonders sorgfältig wählen und schützen.
Ist 2FA per SMS sicher?
SMS ist besser als gar kein zweiter Faktor, gilt aber als die schwächste Variante, weil SMS abgefangen oder umgeleitet werden können. Sicherer ist ein Code aus einer Authenticator-App oder ein physischer Sicherheitsschlüssel. Wo möglich, solltest du diese Verfahren der SMS vorziehen.
Muss ich meine Passwörter regelmäßig ändern?
Ein starres, häufiges Wechseln gilt heute nicht mehr als sinnvoll, weil es oft zu schwächeren, leicht abgewandelten Passwörtern führt. Wichtiger ist ein langes, einzigartiges Passwort pro Dienst. Ändern solltest du es gezielt dann, wenn ein Anbieter ein Datenleck meldet oder du einen Missbrauch vermutest.
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Das Wichtigste in Kürze
- Länge schlägt Komplexität – lange Passphrasen sind sicher und merkbar.
- Für jeden Dienst ein eigenes Passwort, am besten über einen Passwortmanager.
- 2FA verlangt einen zweiten Nachweis aus einem anderen Faktor: Wissen, Besitz, Sein.
- Selbst ein gestohlenes Passwort nützt bei aktiver 2FA wenig.