Backup und 3-2-1-Regel einfach erklärt
Kurzantwort
Ein Backup ist eine Sicherungskopie deiner Daten, mit der du sie nach Verlust wiederherstellen kannst. Die 3-2-1-Regel gibt die Faustformel: drei Kopien, auf zwei verschiedenen Medien, davon eine außer Haus. Bei den Verfahren unterscheidet man Voll-, inkrementelles und differentielles Backup. Entscheidend ist, dass die Wiederherstellung regelmäßig getestet wird.
Teil des Lernpfads IT-Sicherheit und Datenschutz · Schritt 8 von 14
Es gibt zwei Sorten von Menschen: die, die Backups machen, und die, die noch keinen Datenverlust hatten. Festplatten sterben, Laptops werden gestohlen, ein falscher Klick löscht einen Ordner – und Erpressungssoftware verschlüsselt im schlimmsten Fall alles. Ein Backup ist die einzige Versicherung, die dann noch hilft.
Was ist ein Backup?
Ein Backup ist eine Sicherungskopie deiner Daten an einem separaten Ort. Geht das Original verloren – durch Defekt, Diebstahl, Löschen oder Schadsoftware –, stellst du es aus dem Backup wieder her.
Was besagt die 3-2-1-Regel?
Die 3-2-1-Regel ist die bekannteste Faustformel für sichere Backups. Sie lautet:
- 3 Kopien deiner Daten (das Original plus zwei Sicherungen),
- auf 2 verschiedenen Medien (z. B. interne Platte und externe Festplatte),
- davon 1 außer Haus (an einem anderen Ort oder in der Cloud).
Voll, inkrementell oder differentiell?
Nicht jedes Backup sichert jedes Mal alles. Drei Verfahren haben sich etabliert:
| Verfahren | Sichert | Platzbedarf | Wiederherstellung |
|---|---|---|---|
| Vollbackup | jedes Mal alle Daten | hoch | einfach: nur eine Sicherung nötig |
| Inkrementell | nur Änderungen seit der letzten Sicherung | gering | aufwendig: ganze Kette nötig |
| Differentiell | alle Änderungen seit dem letzten Vollbackup | mittel | mittel: Voll plus letztes Differential |
Der wichtigste Schritt: die Wiederherstellung testen
Ein Backup, das sich im Ernstfall nicht zurückspielen lässt, ist wertlos. Genau das merkt man aber erst, wenn es zu spät ist.
Selbstkontrolle
Selbstkontrolle
Was besagt der 1-Teil der 3-2-1-Regel?
Häufige Fragen
Ist eine Kopie in der Cloud ein vollwertiges Backup?
Sie kann den außer-Haus-Teil der 3-2-1-Regel gut abdecken, weil die Daten an einem anderen Ort liegen. Als alleinige Sicherung ist sie aber nur bedingt geeignet: Du bist auf den Anbieter und deine Internetverbindung angewiesen. Ideal ist die Cloud als eine von mehreren Kopien, nicht als einzige.
Wie oft sollte man ein Backup machen?
So oft, wie du es verkraften könntest, Daten zu verlieren. Wer täglich wichtige Dateien bearbeitet, sollte täglich sichern. Diese Frage beschreibt der Fachbegriff Recovery Point Objective: Er legt fest, wie viel Datenverlust maximal hinnehmbar ist, und bestimmt daraus die Sicherungshäufigkeit.
Schützt ein Backup vor Erpressungssoftware?
Ja, wenn es richtig gemacht ist. Verschlüsselt Ransomware deine Daten, spielst du sie einfach aus einem sauberen Backup zurück. Wichtig ist, dass mindestens eine Sicherung getrennt vom System liegt und nicht dauerhaft verbunden ist, damit die Schadsoftware sie nicht ebenfalls verschlüsseln kann.
Was ist der Unterschied zwischen Backup und Synchronisierung?
Eine Synchronisierung hält zwei Orte identisch – löschst du eine Datei, verschwindet sie auch in der Kopie. Ein Backup bewahrt einen früheren Stand auf, sodass du auch versehentlich gelöschte oder veränderte Daten zurückholen kannst. Synchronisierung ist kein Ersatz für ein echtes Backup.
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Das Wichtigste in Kürze
- Ein Backup ist eine getrennte Sicherungskopie zum Wiederherstellen nach Datenverlust.
- Die 3-2-1-Regel: 3 Kopien, 2 Medien, 1 außer Haus.
- Vollbackup sichert alles, inkrementell nur die letzten Änderungen, differentiell alles seit dem letzten Vollbackup.
- Ein Backup ist erst dann verlässlich, wenn die Wiederherstellung getestet wurde.