Cloud erklärt: IaaS, PaaS und SaaS
Kurzantwort
Die Cloud ist nichts Geheimnisvolles: Es sind fremde Server, die du über das Internet nutzt, statt eigene Hardware zu betreiben. Je nachdem, wie viel der Anbieter übernimmt, spricht man von IaaS, PaaS oder SaaS. Der Vorteil ist Flexibilität ohne eigene Anschaffung – der Preis ist, dass deine Daten auf fremden Servern liegen.
Teil des Lernpfads Netzwerk · Schritt 22 von 24
„In der Cloud gespeichert" klingt nach Wolke und Magie. Tatsächlich ist die Cloud der wohl bodenständigste Begriff der IT – es geht schlicht um fremde Computer, die woanders stehen. Wer das einmal verstanden hat, durchschaut auch das Kürzel-Wirrwarr aus IaaS, PaaS und SaaS.
Was ist die Cloud?
Die Cloud bedeutet, dass du IT-Leistung – Speicher, Rechenkraft, ganze Programme – über das Internet von einem Anbieter beziehst, statt sie auf eigener Hardware zu betreiben. Deine Fotos bei einem Onlinedienst, dein E-Mail-Postfach, ein Onlinespeicher: Das alles liegt nicht auf deinem Gerät, sondern in einem Rechenzentrum des Anbieters.
Der Name kommt daher, dass man Netzwerke in Diagrammen früher als Wolke zeichnete – für „das Internet, dessen Innenleben uns hier nicht interessiert".
Welche Cloud-Modelle gibt es?
Cloud-Angebote unterscheiden sich darin, wie viel der Anbieter übernimmt und wie viel du selbst verwaltest. Die drei Grundmodelle enden alle auf aaS – as a Service, also „als Dienstleistung":
| Modell | Du bekommst … | Du kümmerst dich um … | Beispiel |
|---|---|---|---|
| IaaS | rohe Infrastruktur (virtuelle Server, Speicher) | Betriebssystem, Programme, Daten | gemietete virtuelle Server |
| PaaS | eine fertige Plattform zum Entwickeln | nur deine eigene Anwendung | Hosting für Web-Apps |
| SaaS | fertige Software zum Loslegen | nur deine Daten und Nutzung | Webmail, Onlinespeicher |
Public, Private oder Hybrid?
Neben dem „wie viel" gibt es die Frage „wo und für wen":
- Public Cloud: Die Ressourcen eines großen Anbieters werden von vielen Kunden geteilt. Günstig und flexibel, aber die Infrastruktur ist nicht deine allein.
- Private Cloud: Eine Cloud, die exklusiv einer Organisation gehört – im eigenen Rechenzentrum oder abgetrennt beim Anbieter. Mehr Kontrolle, mehr Aufwand.
- Hybrid Cloud: eine Kombination – sensible Daten privat, der Rest öffentlich.
Was bedeutet die Cloud für meine Daten?
Der bequeme Vorteil hat eine Kehrseite: Deine Daten liegen auf fremden Servern, oft in einem anderen Land.
Selbstkontrolle
Selbstkontrolle
Du nutzt ein Webmail-Postfach im Browser, ohne etwas zu installieren oder zu warten. Welches Cloud-Modell ist das?
Häufige Fragen
Ist die Cloud sicherer als mein eigener Computer?
Das kommt darauf an. Große Anbieter betreiben professionelle Sicherheit, Backups und Ausfallschutz, die ein Privatnutzer kaum erreicht. Zugleich sind sie ein attraktiveres Angriffsziel, und du gibst die Kontrolle ab. Sicherheit hängt am Ende stark davon ab, wie gut Zugänge und Passwörter geschützt sind.
Was passiert mit meinen Daten, wenn ich offline bin?
Reine Cloud-Dienste brauchen eine Internetverbindung, sonst kommst du an deine Daten nicht heran. Viele Dienste bieten deshalb eine Offline-Synchronisierung an, die eine lokale Kopie vorhält und sie später abgleicht. Ohne diese Funktion bedeutet keine Verbindung auch kein Zugriff.
Wo stehen die Server der Cloud eigentlich?
In großen Rechenzentren, die über die ganze Welt verteilt sein können. Bei vielen Anbietern kannst du die Region wählen, in der deine Daten liegen sollen. Für den Datenschutz in Deutschland ist es sinnvoll, einen Standort innerhalb der EU zu wählen.
Was bedeutet das aaS in IaaS, PaaS und SaaS?
Das Kürzel steht für as a Service, also als Dienstleistung. Es drückt aus, dass du etwas nicht kaufst und selbst betreibst, sondern als laufenden Dienst über das Internet beziehst und nach Nutzung bezahlst. Der Buchstabe davor sagt, was genau: Infrastructure, Platform oder Software.
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Das Wichtigste in Kürze
- Die Cloud sind fremde Server, die du über das Internet nutzt, statt eigene Hardware zu betreiben.
- IaaS, PaaS, SaaS unterscheiden sich darin, wie viel der Anbieter übernimmt – von der Infrastruktur bis zur fertigen Software.
- Public, Private und Hybrid beschreiben, für wen die Cloud betrieben wird.
- Der große Vorteil ist Flexibilität ohne Anschaffung, der Preis sind Abhängigkeit und Datenschutzfragen.