Zum Inhalt springen
YellowBlue
IT-Grundlagen4 Min. Lesezeit

Linux-Grundlagen: die Kommandozeile

Kurzantwort

Linux ist das dominierende Server-Betriebssystem und wird meist über die Kommandozeile (Shell) bedient. Dort bewegt man sich mit Befehlen wie cd und ls durch das Dateisystem, das bei einem einzigen Wurzelverzeichnis / beginnt. Grundlegende Befehle sind ls, cd, cp, mv, rm, mkdir und cat. Rechte verwaltet man mit chmod und chown.

Teil des Lernpfads Hardware und Betriebssysteme · Schritt 11 von 13

Auf dem Desktop dominiert Windows – aber sobald es um Server geht, führt kaum ein Weg an Linux vorbei. Und Linux-Server bedient man selten mit der Maus, sondern über die Kommandozeile. Das wirkt anfangs kryptisch, ist aber schnell erlernt und extrem mächtig.

Warum Linux und die Shell?

Linux läuft auf dem Großteil aller Server, in der Cloud, auf Netzwerkgeräten und im Raspberry Pi. Die Shell (Kommandozeile) erlaubt es, Aufgaben schnell, präzise und automatisierbar zu erledigen – oft ganz ohne grafische Oberfläche, die auf Servern gar nicht installiert ist.

Die wichtigsten Befehle

BefehlWirkung
pwdzeigt das aktuelle Verzeichnis
ls -llistet Dateien mit Details
cd ordnerwechselt das Verzeichnis
cp quelle zielkopiert
mv quelle zielverschiebt/benennt um
rm dateilöscht
mkdir ordnerlegt ein Verzeichnis an
cat dateizeigt den Dateiinhalt

Platzhalter helfen beim Auswählen mehrerer Dateien: ls *.log listet alle Dateien, die auf .log enden.

Rechte auf der Kommandozeile

Jede Datei gehört einem Benutzer und einer Gruppe und hat Rechte für Lesen (r), Schreiben (w) und Ausführen (x):

  • chmod ändert die Rechte einer Datei.
  • chown ändert den Besitzer.
  • sudo befehl führt einen Befehl mit Administratorrechten (root) aus.

Warum sich das lohnt

Selbstkontrolle

Selbstkontrolle

Wie ist das Dateisystem unter Linux grundsätzlich aufgebaut?

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Shell, Terminal und Konsole?

Die Shell ist das Programm, das deine Befehle interpretiert, etwa die Bash. Das Terminal ist das Fenster oder die Anwendung, in der du die Shell bedienst. Konsole wird oft synonym zum Terminal benutzt. Für die Praxis ist wichtig: Du tippst Befehle, die Shell führt sie aus.

Was bedeutet sudo?

sudo führt einen einzelnen Befehl mit Administratorrechten (root) aus, sofern dein Benutzer dazu berechtigt ist. Man nutzt es für Aufgaben, die Systemdateien ändern, etwa Software installieren. Weil root uneingeschränkte Rechte hat, sollte man sudo bewusst und sparsam einsetzen und Befehle vorher genau prüfen.

Muss ich alle Befehle auswendig können?

Nein. Ein Grundstock von etwa zwei Dutzend Befehlen deckt den Alltag ab, den Rest schlägt man bei Bedarf nach. Sehr hilfreich sind die eingebauten Hilfen: man Befehl zeigt die Anleitung, und die Tab-Taste vervollständigt Befehle und Pfade automatisch.

Warum nutzt man auf Servern keine grafische Oberfläche?

Eine grafische Oberfläche verbraucht Ressourcen und bietet auf einem reinen Server keinen Mehrwert. Server werden meist per SSH aus der Ferne verwaltet, wo die Kommandozeile schneller und automatisierbar ist. Deshalb wird sie dort oft gar nicht erst installiert.

Weiterlesen: Dateisysteme: NTFS, ext4 und FAT im Vergleich · Benutzer- und Rechteverwaltung im Betriebssystem · Was ist ein Betriebssystem? Aufgaben und Arten · Git erklärt: Versionsverwaltung für Einsteiger

Das Wichtigste in Kürze

  • Linux dominiert bei Servern; bedient wird meist über die Shell.
  • Ein Wurzelverzeichnis / statt Laufwerksbuchstaben.
  • Grundbefehle: ls, cd, cp, mv, rm, mkdir, cat, pwd.
  • Rechte/Besitzer: chmod, chown; Adminrechte per sudo (vorsichtig).
  • Die Shell ermöglicht wiederholbare, automatisierbare Arbeit und Fernzugriff (SSH).

Schlagwörter

Verwandte Beiträge

IT-Grundlagen4 Min. Lesezeit

Benutzer- und Rechteverwaltung im Betriebssystem

Warum Betriebssysteme mit Benutzern, Gruppen und Rechten arbeiten, wie Lese-, Schreib- und Ausführrechte funktionieren und was minimale Rechte bedeuten.

IT-Grundlagen4 Min. Lesezeit

Dateisysteme: NTFS, ext4 und FAT im Vergleich

Was ein Dateisystem leistet, wie sich NTFS, ext4, FAT32 und exFAT unterscheiden und wann man welches nimmt – mit Grenzen bei Dateigröße und Kompatibilität.

IT-Grundlagen3 Min. Lesezeit

Prozesse und Threads im Betriebssystem

Was ein Prozess ist, wie er sich von einem Thread unterscheidet und wie das Betriebssystem viele Programme scheinbar gleichzeitig ausführt.