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Git erklärt: Versionsverwaltung für Einsteiger

Kurzantwort

Git ist ein Versionsverwaltungssystem: Es speichert die komplette Änderungshistorie eines Projekts, sodass sich jeder frühere Stand wiederherstellen lässt und mehrere Menschen gleichzeitig am selben Code arbeiten können. Änderungen werden als Commits festgehalten, über Branches parallel entwickelt und mit push und pull zwischen dem eigenen Rechner und einem Server wie GitHub abgeglichen.

Teil des Lernpfads Programmieren und Softwareentwicklung · Schritt 13 von 18

hausarbeit_final.doc, hausarbeit_final_v2.doc, hausarbeit_wirklich_final.doc – dieses Chaos kennt jeder. In der Softwareentwicklung wäre es fatal. Die Lösung heißt Versionsverwaltung, und ihr wichtigster Vertreter ist Git.

Was ist Versionsverwaltung?

Ein Versionsverwaltungssystem speichert jede Änderung an einem Projekt mit der Zeit. Du kannst jederzeit sehen, wer wann was geändert hat, zu einem früheren Stand zurückkehren und mit anderen gleichzeitig arbeiten, ohne euch gegenseitig zu überschreiben.

Git ist das mit Abstand verbreitetste dieser Systeme und aus der professionellen Entwicklung nicht wegzudenken.

Die wichtigsten Begriffe

BegriffBedeutung
Repositorydas Projekt samt kompletter Änderungshistorie
Commitein gespeicherter Stand mit Beschreibung der Änderung
Branchein Entwicklungszweig, um parallel zu arbeiten
Remotedie Kopie des Repositorys auf einem Server (z. B. GitHub)

Wie läuft die Arbeit mit Git ab?

Der Grundablauf besteht aus wenigen Schritten. Vereinfacht:

git add .                    # Änderungen zum Speichern vormerken
git commit -m "Login gebaut" # Stand mit Beschreibung festhalten
git push                     # eigene Commits zum Server (Remote) hochladen
git pull                     # Änderungen anderer vom Server holen

Du arbeitest also lokal auf deinem Rechner, hältst Fortschritte mit commit fest und gleichst dich über push und pull mit dem gemeinsamen Stand auf dem Server ab.

Warum Branches?

Ein Branch ist ein abgetrennter Entwicklungszweig. In ihm kannst du eine neue Funktion bauen oder einen Fehler beheben, ohne den funktionierenden Hauptstand zu gefährden. Ist die Arbeit fertig und getestet, führst du den Zweig wieder mit dem Hauptzweig zusammen.

Selbstkontrolle

Selbstkontrolle

Was ist der Unterschied zwischen Git und GitHub?

Häufige Fragen

Was ist ein Commit?

Ein Commit ist ein festgehaltener Stand des Projekts zu einem bestimmten Zeitpunkt, versehen mit einer kurzen Beschreibung der Änderung. Die Summe aller Commits ergibt die vollständige Historie. Zu jedem Commit lässt sich später zurückkehren, was Git zur Zeitmaschine für den Code macht.

Wozu brauche ich Branches?

Branches erlauben paralleles Arbeiten, ohne den funktionierenden Hauptstand zu gefährden. Du entwickelst eine neue Funktion in einem eigenen Zweig und führst sie erst, wenn sie fertig ist, mit dem Hauptzweig zusammen. In Teams arbeitet so jeder ungestört an seinem Teil.

Was bedeuten push und pull?

Push lädt deine lokalen Commits auf den Server hoch, sodass andere sie bekommen. Pull holt die Änderungen anderer vom Server auf deinen Rechner. Zusammen halten die beiden Befehle deinen lokalen Stand und den gemeinsamen Stand auf dem Server im Einklang.

Ist Git nur etwas für Programmierer?

Git ist für Quellcode gemacht, lässt sich aber für jede Art von Textdateien nutzen, deren Verlauf man nachvollziehen will – etwa Dokumentationen oder Konfigurationsdateien. Für Programmierer ist es Standardwerkzeug, doch das Prinzip der nachvollziehbaren Versionen ist überall nützlich.

Weiterlesen: Softwaretests: von Unit-Test bis Abnahme · Was ist Open Source? Einfach erklärt · Wasserfall vs. Scrum: Unterschied erklärt · Linux-Grundlagen: die Kommandozeile

Das Wichtigste in Kürze

  • Versionsverwaltung speichert die komplette Änderungshistorie – eine Zeitmaschine für Code.
  • Ein Commit hält einen Stand fest, ein Branch erlaubt paralleles Arbeiten.
  • push und pull gleichen den eigenen Stand mit dem Server ab.
  • Git ist das Werkzeug, GitHub eine Plattform, die Git-Repositorys hostet.

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