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IT-Grundlagen3 Min. Lesezeit

Cookies und Tracking: Was wird gespeichert?

Kurzantwort

Ein Cookie ist eine kleine Textdatei, die eine Webseite in deinem Browser ablegt, um dich beim nächsten Mal wiederzuerkennen. Notwendige Cookies sind nützlich – sie halten dich etwa eingeloggt. Tracking-Cookies dagegen verfolgen dich über viele Seiten hinweg, meist für Werbung. Deshalb verlangt die DSGVO für nicht notwendige Cookies deine Einwilligung – daher die Cookie-Banner.

Teil des Lernpfads IT-Sicherheit und Datenschutz · Schritt 14 von 14

Auf jeder zweiten Webseite ploppt ein Banner auf: „Wir verwenden Cookies." Die meisten klicken es schnell weg, ohne zu wissen, worum es geht. Dabei ist die Sache halb so kompliziert – und es lohnt sich, den Unterschied zwischen harmlosen und neugierigen Cookies zu kennen.

Ein Cookie ist eine kleine Textdatei, die eine Webseite in deinem Browser speichert. Beim nächsten Besuch liest die Seite dieses Cookie wieder aus und erkennt dich wieder. Das ist nötig, weil das Web selbst nichts über frühere Besuche weiß – jede Anfrage über HTTP ist für sich genommen zustandslos.

Notwendige oder Tracking-Cookies?

Nicht jedes Cookie ist gleich. Der entscheidende Unterschied:

ArtZweckBeispiel
Notwendige Cookiestechnischer Betrieb der SeiteLogin, Warenkorb, Spracheinstellung
Tracking-CookiesVerhalten über Seiten hinweg verfolgenWerbung, Reichweitenmessung

Besonders die Third-Party-Cookies – von fremden Anbietern eingebunden – verfolgen dich über viele verschiedene Webseiten hinweg und bauen daraus ein Profil deiner Interessen, meist für personalisierte Werbung.

Genau hier kommt der Datenschutz ins Spiel. Notwendige Cookies dürfen ohne Nachfrage gesetzt werden, weil die Seite sonst nicht funktioniert. Für nicht notwendige Cookies, vor allem zum Tracking, verlangt das Gesetz aber deine ausdrückliche Einwilligung.

Selbstkontrolle

Selbstkontrolle

Warum darf eine Webseite Tracking-Cookies nur mit deiner Zustimmung setzen?

Häufige Fragen

Sind Cookies gefährlich?

Ein Cookie selbst ist nur eine kleine Textdatei und kann keinen Schadcode ausführen, also ist es technisch harmlos. Kritisch ist nicht das Cookie an sich, sondern was damit gemacht wird: Tracking-Cookies können ein detailliertes Profil deines Surfverhaltens erstellen. Es geht also um Datenschutz, nicht um Schadsoftware.

Was ist der Unterschied zwischen First-Party- und Third-Party-Cookies?

First-Party-Cookies stammen von der Webseite, die du gerade besuchst, und dienen meist ihrem Betrieb. Third-Party-Cookies kommen von fremden Anbietern, die auf der Seite eingebunden sind, etwa Werbenetzwerke. Gerade Third-Party-Cookies ermöglichen das seitenübergreifende Tracking und stehen deshalb besonders in der Kritik.

Muss ich Cookie-Bannern zustimmen?

Nein. Notwendige Cookies dürfen ohnehin gesetzt werden, für alles andere kannst du ablehnen. Eine Seite muss dir eine echte Wahl lassen und auch bei Ablehnung nutzbar bleiben. Ein Klick auf „Nur notwendige" oder „Ablehnen" ist völlig in Ordnung und schränkt die Nutzung normalerweise nicht ein.

Wie werde ich Cookies wieder los?

Über die Einstellungen deines Browsers kannst du gespeicherte Cookies jederzeit ansehen und löschen sowie festlegen, ob und welche Cookies überhaupt gesetzt werden dürfen. Viele Browser bieten zudem einen privaten Modus, der Cookies nach dem Schließen automatisch entfernt.

Weiterlesen: Client-Server-Modell einfach erklärt · Sichere Passwörter und 2-Faktor-Authentifizierung

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Cookie ist eine kleine Textdatei, mit der eine Webseite dich wiedererkennt.
  • Notwendige Cookies sichern den Betrieb (Login, Warenkorb), Tracking-Cookies verfolgen dich für Werbung.
  • Für nicht notwendige Cookies verlangt die DSGVO deine Einwilligung – daher die Banner.
  • Ablehnen ist dein Recht, und über den Browser behältst du die Kontrolle.

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