Fachinformatiker Daten- und Prozessanalyse
Kurzantwort
Der Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse (FIDP) ist eine der vier Fachrichtungen des Fachinformatikers, eingeführt 2020. Der Beruf verbindet IT mit Datenauswertung: aus großen Datenmengen nützliche Erkenntnisse gewinnen, Geschäftsprozesse analysieren und für Entscheidungen aufbereiten. Wichtige Themen: Datenbanken, Statistik, Datenqualität, Auswertung und Visualisierung.
Teil des Lernpfads Datenbanken und SQL · Schritt 9 von 9
Daten sind das neue Öl – aber nur, wenn jemand sie nutzbar macht. Genau das ist die Aufgabe des Fachinformatikers für Daten- und Prozessanalyse. Diese Fachrichtung ist noch jung und vielen unbekannt, gewinnt aber rasant an Bedeutung.
Eine von vier Fachrichtungen
Seit der Neuordnung 2020 gibt es vier Fachrichtungen des Fachinformatikers: Anwendungsentwicklung, Systemintegration, Daten- und Prozessanalyse und Digitale Vernetzung. Die ersten anderthalb Jahre sind für alle gleich; danach spezialisiert man sich.
Was lernt man?
| Bereich | Inhalte |
|---|---|
| Daten | Datenbanken, SQL, Datenmodelle, Datenqualität |
| Analyse | Statistik-Grundlagen, Auswertungen, Kennzahlen |
| Visualisierung | Berichte, Dashboards, Ergebnisse verständlich aufbereiten |
| Prozesse | Geschäftsprozesse erfassen, modellieren, verbessern |
| Recht | Datenschutz, Umgang mit sensiblen Daten |
Anders als die Anwendungsentwicklung steht nicht das Programmieren von Software im Vordergrund, sondern das Verstehen und Auswerten von Daten und Abläufen.
Wo arbeitet man?
Selbstkontrolle
Selbstkontrolle
Worauf liegt der Schwerpunkt beim Fachinformatiker für Daten- und Prozessanalyse?
Häufige Fragen
Wie unterscheidet sich FIDP von der Anwendungsentwicklung?
Die Anwendungsentwicklung erstellt Software und programmiert Anwendungen. Die Daten- und Prozessanalyse nutzt IT, um Daten auszuwerten und Geschäftsprozesse zu verstehen und zu verbessern. Programmierkenntnisse helfen zwar, stehen aber nicht im Mittelpunkt – wichtiger sind Datenbanken, Statistik und analytisches Denken.
Muss man dafür gut in Mathe sein?
Ein solides Grundverständnis für Zahlen und Logik ist hilfreich, weil Statistik und Kennzahlen eine Rolle spielen. Man muss aber kein Mathematiker sein. Viel wichtiger sind Neugier auf Zusammenhänge, Sorgfalt beim Umgang mit Daten und die Fähigkeit, Ergebnisse verständlich aufzubereiten.
Welche Prüfung legt man ab?
Wie alle IT-Berufe die gestreckte Abschlussprüfung aus Teil 1 und Teil 2. Teil 1 ist für alle Fachrichtungen gleich, Teil 2 ist fachrichtungsspezifisch und umfasst eine betriebliche Projektarbeit. Mehr dazu im Beitrag zur gestreckten Abschlussprüfung.
Ist der Beruf zukunftssicher?
Sehr wahrscheinlich, denn der Bedarf an Menschen, die aus Daten Nutzen ziehen, wächst in nahezu allen Branchen. Datenbasierte Entscheidungen, Automatisierung und KI verstärken diesen Trend zusätzlich. Wer datenanalytische Kompetenzen mitbringt, hat gute und breite Berufsaussichten.
Weiterlesen: JSON und XML: Datenformate im Vergleich
Das Wichtigste in Kürze
- FIDP ist eine der vier Fachinformatiker-Fachrichtungen (seit 2020).
- Schwerpunkt: Daten auswerten und Geschäftsprozesse analysieren.
- Themen: Datenbanken, SQL, Statistik, Datenqualität, Visualisierung, Prozesse.
- Nicht primär Softwareentwicklung – es geht um Erkenntnisse aus Daten.
- Einsatz in BI, Controlling, Marketing und überall mit vielen Daten.