Fachinformatiker Digitale Vernetzung: das Berufsbild
Kurzantwort
Der Fachinformatiker für Digitale Vernetzung (FIDV) ist eine der vier Fachinformatiker-Fachrichtungen (seit 2020). Der Beruf verbindet klassische IT mit vernetzten technischen Systemen: Netze, in denen Maschinen, Sensoren und Geräte kommunizieren – in der Produktion (Industrie 4.0) oder im Internet der Dinge (IoT). Wichtig sind Netzwerktechnik, Bussysteme, Sensorik und IT-Sicherheit.
Teil des Lernpfads Netzwerk · Schritt 24 von 24
Maschinen, die miteinander reden; Sensoren, die Daten senden; Anlagen, die sich selbst steuern – das ist die vernetzte Welt der Industrie 4.0. Wer sie zum Laufen bringt, ist der Fachinformatiker für Digitale Vernetzung. Auch diese Fachrichtung ist seit 2020 neu.
Eine von vier Fachrichtungen
Neben Anwendungsentwicklung, Systemintegration und Daten- und Prozessanalyse ist die Digitale Vernetzung die vierte Fachrichtung des Fachinformatikers. Die gemeinsame Grundausbildung dauert etwa anderthalb Jahre, danach folgt die Spezialisierung.
Was lernt man?
| Bereich | Inhalte |
|---|---|
| Netzwerktechnik | Netze planen, aufbauen, betreuen; Protokolle |
| Vernetzte Systeme | Sensoren, Aktoren, Bussysteme, Steuerungen |
| IoT / Industrie 4.0 | Geräte anbinden, Daten erfassen und weiterleiten |
| Sicherheit | vernetzte Systeme gegen Angriffe absichern (OT-Security) |
| Betrieb | Inbetriebnahme, Wartung, Störungssuche |
Der Beruf sitzt an der Schnittstelle von IT und OT (Operational Technology, also der Technik in Anlagen und Maschinen).
Wo arbeitet man?
Selbstkontrolle
Selbstkontrolle
Was kennzeichnet die Fachrichtung Digitale Vernetzung?
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zur Systemintegration?
Die Systemintegration baut und betreut klassische IT-Infrastruktur wie Server, Netzwerke und Arbeitsplätze. Die Digitale Vernetzung erweitert das um vernetzte technische Systeme aus der Produktions- und Gebäudewelt, also Maschinen, Sensoren und Steuerungen. Es gibt Überschneidungen bei der Netzwerktechnik, aber die DV geht stärker in Richtung Industrie und IoT.
Was bedeutet OT im Unterschied zu IT?
IT (Information Technology) meint die klassische Datenverarbeitung mit Computern, Servern und Netzwerken. OT (Operational Technology) ist die Technik, die physische Prozesse steuert, etwa Maschinensteuerungen in einer Fabrik. Die Digitale Vernetzung verbindet beide Welten, was besondere Anforderungen an Zuverlässigkeit und Sicherheit stellt.
Braucht man handwerkliches oder elektrotechnisches Interesse?
Es hilft. Da man mit Sensoren, Steuerungen und physischer Technik arbeitet, ist Interesse an Elektronik und Technik von Vorteil. Der Kern bleibt aber IT: Netzwerke, Kommunikation und Sicherheit. Ideal ist, wer beide Welten mag und verbinden möchte.
Welche Prüfung legt man ab?
Wie in allen IT-Berufen die gestreckte Abschlussprüfung aus Teil 1 und Teil 2, mit einer fachrichtungsspezifischen Projektarbeit in Teil 2. Teil 1 ist für alle Fachrichtungen identisch. Details stehen im Beitrag zur gestreckten Abschlussprüfung.
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Das Wichtigste in Kürze
- FIDV ist eine der vier Fachinformatiker-Fachrichtungen (seit 2020).
- Schwerpunkt: vernetzte technische Systeme (Maschinen, Sensoren, Geräte).
- Themen: Netzwerktechnik, Bussysteme/Sensorik, IoT/Industrie 4.0, Sicherheit.
- Schnittstelle von IT und OT (Operational Technology).
- Einsatz in Industrie, Gebäudetechnik, Energie/Verkehr, IoT.