Wasserfall vs. Scrum: Unterschied erklärt
Kurzantwort
Wasserfall und Scrum sind zwei Ansätze im Projektmanagement. Das Wasserfallmodell arbeitet in festen, aufeinanderfolgenden Phasen von der Analyse bis zum Betrieb – klar planbar, aber unflexibel bei Änderungen. Scrum ist ein agiles Vorgehen in kurzen Sprints, das laufend Ergebnisse liefert und flexibel bleibt. Welches passt, hängt davon ab, wie klar die Anforderungen zu Beginn sind.
Teil des Lernpfads IT-Service und Projekte · Schritt 5 von 7
Ein Softwareprojekt lässt sich auf zwei grundverschiedene Arten angehen: alles vorab durchplanen und dann abarbeiten – oder in kleinen Schritten vorangehen und ständig nachjustieren. Wasserfall und Scrum stehen für diese beiden Welten, und die Abschlussprüfung fragt den Unterschied gern ab.
Das Wasserfallmodell: Phase für Phase
Das Wasserfallmodell teilt ein Projekt in feste Phasen, die nacheinander durchlaufen werden. Erst wenn eine Phase abgeschlossen ist, beginnt die nächste – wie Wasser, das eine Treppe hinunterfließt und nicht zurück.
Analyse → Entwurf → Umsetzung → Test → BetriebDer große Nachteil: Ein fertiges Ergebnis gibt es erst ganz am Ende. Zeigt sich beim Test, dass die Analyse einen Fehler hatte, ist die Korrektur teuer.
Scrum: in kurzen Sprints
Scrum ist das bekannteste agile Vorgehen. Statt alles vorab zu planen, arbeitet das Team in kurzen, sich wiederholenden Abschnitten – den Sprints (meist zwei bis vier Wochen). Nach jedem Sprint steht ein nutzbares Teilergebnis, und die Planung wird laufend angepasst.
Scrum kennt drei Rollen: den Product Owner (legt fest, was gebaut wird, und pflegt die Anforderungsliste, das Product Backlog), den Scrum Master (sorgt dafür, dass der Prozess funktioniert und Hindernisse beseitigt werden) und das Entwicklungsteam (setzt um).
Der direkte Vergleich
| Merkmal | Wasserfall | Scrum |
|---|---|---|
| Ablauf | feste Phasen nacheinander | wiederholte Sprints |
| Planung | alles zu Beginn | laufend angepasst |
| Erstes Ergebnis | am Projektende | nach jedem Sprint |
| Änderungen | schwer und teuer | jederzeit möglich |
| Gut bei | klaren, festen Anforderungen | unklaren, sich wandelnden Anforderungen |
Selbstkontrolle
Selbstkontrolle
Ein Projekt hat unklare Anforderungen, die sich während der Entwicklung wahrscheinlich ändern. Welches Vorgehen passt besser?
Häufige Fragen
Was bedeutet agil?
Agil beschreibt eine Arbeitsweise, die auf Flexibilität, kurze Zyklen und regelmäßige Rückmeldung setzt, statt alles vorab festzulegen. Man liefert früh Teilergebnisse und passt Plan und Produkt laufend an. Scrum ist die bekannteste konkrete Umsetzung dieses agilen Gedankens.
Was ist ein Sprint?
Ein Sprint ist ein fester, kurzer Arbeitszeitraum in Scrum, meist zwei bis vier Wochen. In dieser Zeit setzt das Team einen abgegrenzten Teil der Anforderungen um, sodass am Ende ein nutzbares Ergebnis steht. Danach beginnt der nächste Sprint mit neu geplanten Aufgaben.
Welche Rollen gibt es in Scrum?
Es gibt drei: Der Product Owner entscheidet, was gebaut wird, und priorisiert die Anforderungen. Der Scrum Master sorgt dafür, dass der Prozess reibungslos läuft und Hindernisse aus dem Weg geräumt werden. Das Entwicklungsteam setzt die Anforderungen im Sprint um.
Ist Scrum immer besser als das Wasserfallmodell?
Nein, es kommt auf das Projekt an. Bei stabilen, klar umrissenen Anforderungen ist das Wasserfallmodell mit seiner klaren Struktur oft passender, etwa bei stark regulierten Vorhaben. Scrum spielt seine Stärken dort aus, wo sich Anforderungen ändern und frühe Ergebnisse wichtig sind.
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Das Wichtigste in Kürze
- Das Wasserfallmodell arbeitet in festen Phasen nacheinander – planbar, aber unflexibel.
- Scrum ist agil und arbeitet in kurzen Sprints mit laufender Anpassung.
- Scrum kennt drei Rollen: Product Owner, Scrum Master, Entwicklungsteam.
- Die Wahl hängt davon ab, wie klar die Anforderungen zu Beginn sind.