Router, Switch, Hub und Access Point im Vergleich
Kurzantwort
Ein Hub verteilt Daten stumpf an alle Ports (veraltet), ein Switch leitet sie gezielt anhand der MAC-Adresse an den richtigen Port (Schicht 2). Ein Router verbindet verschiedene Netze und leitet anhand der IP-Adresse weiter (Schicht 3), etwa das lokale Netz mit dem Internet. Ein Access Point bringt WLAN-Geräte ins kabelgebundene Netz. Im Heimrouter stecken oft alle Funktionen in einem Gerät.
Teil des Lernpfads Netzwerk · Schritt 4 von 24
Router, Switch, Hub, Access Point – im Heimnetz steckt das alles in einer Box, im Betrieb sind es getrennte Geräte. Wer die Aufgaben auseinanderhält, versteht sofort, wie Daten durch ein Netzwerk finden. Der Schlüssel liegt in den Schichten des OSI-Modells.
Die vier Geräte auf einen Blick
| Gerät | OSI-Schicht | Entscheidet anhand | Aufgabe |
|---|---|---|---|
| Hub | 1 (Bitübertragung) | gar nicht | schickt an alle Ports (veraltet) |
| Switch | 2 (Sicherung) | MAC-Adresse | gezielt an einen Port |
| Router | 3 (Vermittlung) | IP-Adresse | verbindet verschiedene Netze |
| Access Point | 2 | MAC-Adresse | bringt WLAN ins Kabelnetz |
Hub: der veraltete Verteiler
Ein Hub kennt keine Adressen. Er schickt jedes ankommende Signal an alle angeschlossenen Ports – auch an die, für die es nicht bestimmt ist. Das erzeugt unnötigen Verkehr und Kollisionen. Deshalb ist der Hub heute praktisch verschwunden.
Switch: der intelligente Verteiler
Ein Switch merkt sich, welche MAC-Adresse an welchem Port hängt, und leitet Datenpakete gezielt nur an den richtigen Port weiter. Das vermeidet Kollisionen und ist die Grundlage jedes modernen sternförmigen LANs.
Router: die Brücke zwischen Netzen
Ein Router verbindet unterschiedliche Netze – typischerweise dein lokales Netz mit dem Internet. Er entscheidet anhand der IP-Adresse, wohin ein Paket muss, und findet den Weg über Netzgrenzen hinweg.
Access Point: das Tor ins WLAN
Selbstkontrolle
Selbstkontrolle
Anhand welcher Information leitet ein Switch ein Datenpaket an den richtigen Port weiter?
Häufige Fragen
Warum ist ein Switch besser als ein Hub?
Ein Hub schickt jedes Signal an alle Ports, was Bandbreite verschwendet und Kollisionen erzeugt. Ein Switch leitet Pakete gezielt nur an den Port des Empfängers und merkt sich dafür die MAC-Adressen. Das ist effizienter, sicherer und praktisch der Grund, warum Hubs vollständig durch Switches abgelöst wurden.
Was ist eine Broadcast-Domäne?
Das ist der Bereich, in dem ein Broadcast (eine Nachricht an alle) alle Geräte erreicht. Ein Switch leitet Broadcasts an alle seine Ports weiter, gehört also zur selben Broadcast-Domäne. Ein Router leitet Broadcasts nicht weiter und trennt so die Domänen – das begrenzt unnötigen Verkehr.
Braucht man im Heimnetz alle vier Geräte?
Funktional ja, aber sie stecken meist in einem einzigen Gerät. Der typische Heimrouter enthält den Router zum Internet, einen kleinen Switch für die LAN-Buchsen und einen Access Point fürs WLAN. Getrennte Geräte lohnen sich erst in größeren Netzen mit vielen Anschlüssen und Flächen.
Was ist ein Layer-3-Switch?
Ein Layer-3-Switch kombiniert die schnelle Weiterleitung eines Switches mit einfachen Routing-Funktionen auf Schicht 3. Er kann also zwischen mehreren logischen Netzen (VLANs) vermitteln, ohne dass ein separater Router nötig ist. In größeren Firmennetzen ist er weit verbreitet.
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Das Wichtigste in Kürze
- Hub (Schicht 1): sendet an alle Ports – veraltet.
- Switch (Schicht 2): leitet anhand der MAC-Adresse gezielt weiter.
- Router (Schicht 3): verbindet verschiedene Netze anhand der IP-Adresse.
- Access Point: bringt WLAN-Geräte ins Kabelnetz.
- Ein Router trennt Broadcast-Domänen, ein Switch nicht.