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WLAN: Grundlagen, Standards und Sicherheit

Kurzantwort

WLAN überträgt Daten per Funk über die Frequenzbänder 2,4 und 5 GHz. Das 2,4-GHz-Band hat größere Reichweite, das 5-GHz-Band ist schneller und störungsärmer. Weil Funk sich nicht auf ein Kabel begrenzen lässt, ist Verschlüsselung Pflicht – aktueller Standard ist WPA3, mindestens aber WPA2. Ein getrenntes Gastnetz und ein starkes Passwort gehören zur Grundabsicherung.

Teil des Lernpfads Netzwerk · Schritt 18 von 24

Ein Kabel kann nur abhören, wer physisch drankommt. Funk dagegen breitet sich durch Wände aus – auch bis auf die Straße. Genau das macht WLAN so praktisch und zugleich zum Sicherheitsthema, das man verstehen muss, bevor man ein Funknetz einrichtet.

Wie funktioniert WLAN?

WLAN (Wireless LAN) überträgt Daten per Funk statt über Kabel. Zentrale Komponente ist der Access Point, an dem sich die Geräte anmelden und der sie mit dem restlichen Netzwerk verbindet. Der Name eines Funknetzes heißt SSID.

Frequenzbänder: 2,4 oder 5 GHz?

WLAN nutzt zwei Frequenzbereiche mit gegensätzlichen Eigenschaften:

2,4 GHz5 GHz
Reichweitegrößer, durchdringt Wände bessergeringer
Geschwindigkeitniedrigerhöher
Störungenviele Geräte, überfülltmehr Kanäle, ruhiger

Sicherheit: Verschlüsselung ist Pflicht

Weil sich Funkwellen nicht auf ein Kabel begrenzen lassen, könnte jeder in Reichweite mithören. Deshalb wird der Funkverkehr verschlüsselt:

StandardBewertung
WEPunsicher, in Minuten knackbar – nie verwenden
WPA / WPA2WPA2 lange Standard, noch verbreitet
WPA3aktueller Standard, empfohlen

Das Gastnetz: einfache, wirksame Trennung

Selbstkontrolle

Selbstkontrolle

Welche Verschlüsselung sollte ein neu eingerichtetes WLAN heute mindestens verwenden?

Häufige Fragen

Bringt es Sicherheit, die SSID zu verstecken?

Kaum. Der Netzwerkname wird trotzdem übertragen, sobald sich ein Gerät verbindet, und lässt sich mit einfachen Mitteln auslesen. Eine versteckte SSID hält höchstens zufällige Blicke ab, ersetzt aber keine Verschlüsselung und kein starkes Passwort. Der Aufwand steht in keinem Verhältnis zum minimalen Nutzen.

Warum ist WEP unsicher?

WEP hat grundlegende Schwächen in der Art, wie es Schlüssel verwendet, sodass sich der Schlüssel aus mitgeschnittenem Verkehr in kurzer Zeit berechnen lässt. Es gilt seit vielen Jahren als gebrochen und bietet praktisch keinen Schutz mehr. Geräte, die nur WEP können, gehören ausgetauscht.

Was bedeutet die MAC-Filterung im Router?

Der Router lässt nur Geräte zu, deren MAC-Adresse in einer Liste steht. Das klingt nach Zugangsschutz, ist aber leicht zu umgehen, weil MAC-Adressen im Funkverkehr sichtbar sind und sich fälschen lassen. Als alleinige Maßnahme taugt es nicht, allenfalls als kleine zusätzliche Hürde neben echter Verschlüsselung.

Warum stört die Mikrowelle das WLAN?

Viele Haushaltsgeräte, darunter Mikrowellen und Bluetooth-Geräte, funken ebenfalls im 2,4-GHz-Bereich. Sie belegen dieselben Frequenzen und können das WLAN stören, was sich als schwankende Verbindung zeigt. Das 5-GHz-Band ist von solchen Störquellen weitgehend frei und deshalb in dichter Umgebung oft die bessere Wahl.

Weiterlesen: VPN: sicher durch einen verschlüsselten Tunnel · Übertragungsmedien: Kupfer, Glasfaser und Funk

Das Wichtigste in Kürze

  • WLAN überträgt per Funk; der Access Point verbindet Geräte, die SSID ist der Netzname.
  • 2,4 GHz = mehr Reichweite, 5 GHz = mehr Tempo und weniger Störungen.
  • Verschlüsselung ist Pflicht: WEP unsicher < WPA < WPA2 < WPA3 (aktuell).
  • Absicherung heißt: WPA3, langes Passwort, Gastnetz, Standard-Zugangsdaten ändern.
  • SSID verstecken und MAC-Filter sind keine echten Sicherheitsmaßnahmen.

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